Neural-Therapie nach Huneke (NTH)

Details

Die Neural-Therapie ist eine komplementäre medizinische Technik die zur Behandlung von chronischen Schmerzen und verschiedenen anderen Erkrankungen verwendet wird. Sie wurde in den frühen 1900er Jahren von den Huneke-Zwillingen entwickelt. Heute wird sie in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen weltweit eingesetzt.

 

Wie funktioniert die Neural-Therapie?

 

Die Idee hinter der Neural-Therapie ist die Vorstellung, dass es Störungen in bestimmten Teilen des Körper gibt, die gewisse abnormale Nervenimpulse aussenden welche in der Lage sind eine große Anzahl von Erkrankungen und chronischen Störungen zu verursachen. In unseren Körper stehen Billionen von Zellen in ständiger Verbindung und man kann sich leicht vorstellen, dass Änderungen bei der Einstellung von diesem System Auswirkungen auf die Entwicklung einer großen Zahl von Krankheiten haben kann. Das Hauptkontrollsystem unseres Körpers ist das vegetative Nervensystem. Die Neural-Therapie stellt die normale Funktion und den Informationsfluss der natürlichen Selbstregulierungsmechnismen wieder her.

 

Wie lange arbeitet die Selbstregulierung und was ist ein störendes Feld?

 

Unsere Zellen arbeiten mit Hilfe von elektrischen Impulsen: Sie sind ständig polarisiert und verhalten sich wie kleine Batterien mit einer Potentialdifferenz von etwa 90 Millivolt. Jede Art von Stimulans verursacht eine Entladung der Zelle (Depolarisation), auf die eine sofortige „Aufladung“ (Repolarisation), dank der Energie die vom Stoffwechsel zur Verfügung gestellt wird, folgt.

 

Es kann passieren, dass die Zellen eines Gewebes einer zu starken oder sich zu oft wiederholenden Stimuli (chemisch,traumatisch oder physisch) ausgesetzt sind und sich nicht länger spontan repolarisieren. Diese Zellen sind nicht länger in der Lage mit dem umgebenden Gewebe zu kommunizieren und Informationen zu versenden. Diese Zellen funktionieren dann nicht mehr richtig (als wie wenn sie ständig entladen) und damit kann auch die Funktion der Zellen gestört werden. Um eine Metapher zu verwenden: Es ist wie an einem Fließband, ein Arbeiter beschließt ein paar Stunden lang eine Pause zu machen und damit wird das ganze Syste blockiert. In der regulativen Medizin wird diese Situation ein „Rauschfeld“ genannt.

Unser Körper verhält sich wie eine fortschrittlicher Computer in dem die Schaltkreise, aus verschiedenen Gründen, abnormale Signale senden können, die dann in unserem Körper ein unpassendes Verhalten auslösen können. Dies alles führt am Ende zu Schmerzen und Störungen in allen möglichen Bereichen des Körpers, die dem Anschein nach nichts mit den eigentlichen Problem zu tun haben.

Deswegen wirkt die Neural-Therapie so, dass Sie das Rausch-Feld repolarisiert und stabilisiert um das normale Membranpotential wiederherzustellen. So kann das vegetative Nervensystem (sympatisch und parasympatisch) wieder richtig und entsprechend dem physiologischen Rhythmus arbeiten und das blockierte Organ unterhalb der gestörten Leitung kann anfangen zu heilen.

 

 

Was kann zu Störungen in diesem Feld führen?

 

Störungen können durch unterschiedliche Faktoren verursacht werden wie z.B. durch:

  • Wundnarben oder Schnitte
  • Chirurgische Narben (e.g. Bilddarm,Kaiserschnitt, Dammschnitt, etc.)
  • Chronische Ausbrüche (e.g. ungesunde Zähne,chronische Mandelentzüdung, chronische Sinusitis etc.)
  • Fremdkörper
  • Traumatisiertes Gewebe

 

Ein Beispiel: Eine alte Narbe einer Blinddarmoperation kann, obwohl perfekt verheilt, jahrelang chronische Kopfschmerzen oder ständige Schmerzen im Knie verursachen. Solche Störungen werden sich mit der Zeit mehr oder weniger verstärken und trotz Therapien werden sie nie ganz verschwinden, wenn die Narbe die diese Störung verursacht nicht behandelt wird.

 

Wie funktioniert das in der Praxis?

 

Die Neural-Therapie behandelt die pathologischen Punkte mit kleinen Mengen Anestetika  (Procain oder Lidocain), die eine regulierende Wirkung auf die Nervenfasern haben.

 

Wo werden sie verabreicht?

Zuerst im Bereich der Störung (Narben, Traum-Region, chronisch erkrankte Bereiche, etc.), dann lokal dort wo sich der Schmerz befindet und möglicherweise auch an kritischen Kontrollpunkten (einige davon entsprechen den Akupunktur-Stellen), an den Nervenknoten, etc.

 

Was kann mit der Neural-Therapie behandelt werden?

 

Der Bereich der Indikationen ist sehr groß und beinhaltet zahlreiche funktionelle Störungen:

  • Schmerz in all seinen Formen: Kopfschmerz, Migräne, Neuralgie Fibromyalgie;
  • Morton-Neuralgie;
  • Alle Formen von Rheuma, Arthritis und Arthrose: Halswirbel-Arthritis, Schmerzen in unteren Rücken, Ischias, jede Art von Gelenkentzündung, einschließlich Sport- oder Trauma-Ursache
  • Allergie (allergische Ekzeme. allergische Rhinitis, Asthma);
  • Ohrerkrankungen, chronische Ohren-Infektionen, Labirintitis, Tinnitus, Morbus Meniere, Vertigo;
  • Autonome Dystoniem und endokrine Erkrankungen wie Hypothyreose, Hyperthyreose, etc.

 

Die Ergebnisse der Neural-Therapie hängen vom exakten Erkennen der Problemquelle ab (in die Tiefe gehende Untersuchung und Krankengeschichte) und dem rationalen Einsatz der Therapie an der richtigen Stelle ab, um die oben genannten Störungen schnell und effektiv zu bekämpfen.

 

Was sind die Ergebnisse?

Die Ergebnisse können sehr erstaunlich sein: In vielen Fällen konnten wir beobachten, dass Störungen die sich gegenüber allen Therapien als resistent erwiesen haben, bereits nach der ersten Anwendung verschwunden sind. Dann ist es nicht einmal notwendig die Therapie zu wiederholen. Nach der Beseitigung des Störfeldes ist der Körper in der Lage den Rest selbst zu erledigen.

 

Was sind die Nebeneffekte?

Die Therapie ist gut verträglich hat fast keine Nebeneffekte die über die normalen Effekte einer Punktur hinausgehen. Sie steht mit keinem Problem in Verbindung das eine Behandlung erfordert.

All rights reserved – Orthobiomed 2016®